Montag, 29. April 2013

healthy things - ghee nach ayurveda




Ihr Lieben,

als ich am Donnerstag den Post von unseren "Nachbarn" online gestellt habe, entdeckte ich wenig später zwei neue Bewohner. Diesmal haben sie nicht vier, sondern zwei Beine und auch kein Fell, sondern schwarz weißes Gefieder. Habt Ihr eine Vermutung?
Ich gebe Euch noch einen Tipp:

  • sie gehören zu der Familie  der Schreitvögel
  • sie sind Fleischfresser
  • sie werden auch "Adebar" genannt, was so viel wie Glücksbringer heißt

Jaaaa, wir haben ein frisch verliebtes Storchenpaar bei uns in der Stadt und das tollste daran ist, dass sie den ganzen Tag Material für ihr Nest praktisch vor meiner Nase sammeln. Leider bisher "nur" vor meiner Nase und nicht "vor" meiner Linse. Sobald ich sie ordentlich getroffen habe, werde ich unsere erweiterte Nachbarschaft hier vorstellen.

Vor ein paar Wochen habe ich in diesem Post geschrieben, dass ich mich (und damit auch den Rest der Familie) wieder gesünder und bewusster Ernähren möchte. 
Früher kam bei mir nur BIO auf den Tisch und es wurde penibelst auf Inhaltsstoffe, Herkunftsort und "Nährwert" geachtet. Heute gibts zwar immer noch das weltbeste Gemüse (welches unser Nachbar anbaut. Jetzt aber im Ernst. Also unser "richtiger" Nachbar), bei all den anderen Lebensmitteln bin ich allerdings etwas nachlässiger geworden.

Ha, haben wir wieder ein Beispiel, wofür so ein Blog gut ist. Wenn man einmal was sagt, muss man es auch durchziehen....

Also, dann starte ich hiermit meine "healthy things" Reihe und bin gespannt, wo sie uns hinführt.

Ich habe mir überlegt, was ich Euch als erstes zeigen soll und bin zu dem Entschluss gekommen, dass sich das ayurvedische Ghee als Grundlage für alle folgenden Kochrezepte ideal als Einstiegspost eignet.

Was ist Ghee?

Ghee ist eine gelblich weiße Substanz welche aus Süßrahmbutter hergestellt wird. Sie gilt als Lebenselixier nach alter indischer Tradition. Ghee (engl.) wird "Gi" ausgesprochen und kommt aus dem ayuverdischen. In Bayern ist es der Butterschmalz und der liebe Herr Schubeck nennt das Ghee braune Butter. However... gemeint ist immer das gleiche!

Wie wird es gemacht?

Durch langsames und vorsichtiges Kochen der Butter wird sie von Wasser, Eiweiß und Milchzucker befreit. Dadurch wird das Ghee haltbar gemacht. Auch außerhalb des Kühlschranks, kann das Ghee viele Wochen aufbewahrt werden, wenn es luftdicht verschlossen und trocken gelagert wird.


Butter in einem Topf schmelzen lassen. Dabei darauf achten, dass sie nicht braun wird. Wenn die Butter vollständig geschmolzen ist, die Hitze erhöhen und einmal aufkochen lassen. Es bildet sich ein Schaum auf der Oberfläche. 
Temperatur senken und eine halbe Stunde leicht köcheln lassen. Nicht umrühren!
Sobald die milchigen Teile goldgelb sind und das Ghee so klar ist, dass man den Topfboden sehen kann, das Ghee durch ein mit Küchentuch (die Lagen voneinander trennen und jeweils eine davon verwenden) ausgelegtes Sieb seihen. Abkühlen lassen. Fertig.
Noch ein Tipp, verwendet ein Gefäß, welches verschlossen werden kann.




Warum Ghee zum Kochen nehmen?
  • es kann höher erhitzt werden als Butter 
  • Ghee ist leicht verdaulich und wird einfach und sanft vom Darm aufgenommen. So gelangt es in die Körperzellen und bindet dort freie Radikale.
  • Ghee entgiftet den Körper und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus
  • es riecht und schmeckt einfach ganz unbeschreiblich lecker :-)


Probiert es aus. Es ist wirklich faszinierend, was heraus kommt, wenn man die Butter einfach nur etwas köcheln läßt und noch was... Wenn Ihr eine Bio-Butter verwendet, habt Ihr am Ende viel weniger Überbleibsel, die im Sieb hängen bleiben. Es geht halt nix über BIO :-)...

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen!

Alles Liebe,

Eva

Kommentare:

  1. Danke für Deinen Post...ich habe erst letztens bei uns im Hofmarkt Ghee entdeckt, aber sehr teuer....ich werde das Rezept unbedingt mal ausprobieren.

    Ich bin gespannt auf Deine weiteren "healthy things".

    LG Verena

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  2. Kenn ich :o)

    Die Pfannkuchen werden damit einfach superoberlecker - leicht nussig, einfach hmmmm! Und damit es noch gesünder wird, mach ich meistens halb Weißmehl und halb Vollkornmehl - hat noch keines der Kinder bemerkt *lach*

    Meine Freundin macht ayurvedische Kochkurse - da krieg ich das ein oder andere mir - und manchmal auch ein Glas frisches Ghee ;o)

    Liebe Grüße
    Melanie

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  3. oh, den feinen geruch in der wohnung kann ich mir nur zu gut vorstellen...

    lecker...

    danke für diesen post!

    liebste grüße
    nancy

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  4. Super Post!!! Freue mich schon auf die nächsten Teile deiner Serie. Ich werde Ghee auf jeden Fall auch mal ausprobieren, habe allerdings eine Frage: oben schreibst du, dass es das gleiche ist wie Butterschmalz. Butterschmalz kann man doch sehr günstig in einem Plastiktopf in der Kühltheke in jedem Supermarkt kaufen (zumindest das was man in Niedersachsen Butterschmalz nennt). Ist das wirklich das gleiche?

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    1. Mhhh, gute Frage.
      Ich habe mich eben nochmal etwas belesen...
      Laut Definition ist Butterschmalz geklärte Butter, wie auch das Ghee.
      Ich kenne allerdings den "Butterschmalz" aus dem Supermarkt und der hat gar nix,
      also so wirklich gar überhaupt nix mit dem Butterschmalz zu tun, den ich oben beschrieben habe.
      Alleine der Geruch und die Farbe ist schon grundverschieden.
      Home made ist halt einfach home made :-).
      Viele liebe Grüße, Eva

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  5. Liebe Eva, auch ich habe schon versucht, gesund zu kochen, leider hält meine Familie so gar nichts davon. Daher finde ich den Post einfach super und werde es auf jeden Fall ausprobieren, denn das Ghee ist versteckt im Essen und man sieht es nicht ;-). Also optimal für Kinder und Mann, die alles, was gesund ist und man auf dem Teller auch als solches erkennen kann, verschmäht ;-)

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  6. Seeehr lecker! Habe ich gerade nachgemacht und dabei fast einen Kochtopf und eine Tupperdose geopfert ;-) Der Topf war dermaßen angebrannt, dass ich schon Angt hatte, ich würde ihn nie wieder sauber bekommen und das das Ghee so heiß ist, dass es Tupper zum Schmelzen bringt hätte ich auch nicht gedacht. Am Ende war dann auch noch mein Ahornsirup schimmelig... ich werde auf jeden Fall einen zweiten Versuch starten, denn deine Apfelspalten sind super lecker! Villeicht beim nächsten Mal ohne Pannen ;-).

    Liebe Grüße
    Christina

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